Energiegemeinschaften
Strom hat kein Mascherl. Warum also nicht teilen?
Strom wird lokal erzeugt, ins öffentliche Netz eingespeist und an anderer Stelle wieder bezogen. Dabei liegen Erzeugung und Verbrauch oft nur wenige Häuser voneinander entfernt.
Energiegemeinschaften schaffen die Möglichkeit, lokal erzeugten Strom gemeinsam zu nutzen. Sie verbinden Menschen und Unternehmen, die Strom produzieren, mit jenen, die ihn benötigen.
So wird aus einzelnen Erzeugern und Verbrauchern eine Gemeinschaft, in der vorhandene Energie besser genutzt und ihr wirtschaftlicher Wert auf beide Seiten verteilt wird.
Erzeugten Strom gemeinsam besser nutzen.
Photovoltaikanlagen erzeugen häufig mehr Strom, als ihre Betreiber im jeweiligen Moment selbst benötigen. Gleichzeitig beziehen andere Haushalte oder Unternehmen in der Umgebung Strom aus dem Netz.
Energiegemeinschaften bringen diese beiden Seiten zusammen. Überschüssiger Strom kann innerhalb der Gemeinschaft anderen Teilnehmern zugeordnet werden – zu Konditionen, von denen sowohl Erzeuger als auch Verbraucher profitieren.
01 - Wenn überschüssiger Strom ins Netz fließt
Wird erzeugter Solarstrom nicht unmittelbar selbst verbraucht, wird er üblicherweise ins öffentliche Netz eingespeist. Dafür erhalten Anlagenbetreiber eine Einspeisevergütung.
Gleichzeitig beziehen andere Verbraucher in der Umgebung Strom zu ihren jeweiligen Bezugskonditionen. Ohne entsprechende gemeinschaftliche Organisation besteht zwischen diesen beiden Vorgängen keine direkte wirtschaftliche Verbindung.
02 - Erzeugung und Verbrauch am selben Ort – aber getrennt
Drei Häuser produzieren Solarstrom, das vierte nicht. Obwohl die Gebäude unmittelbar nebeneinanderstehen, kann der vierte Haushalt den überschüssigen Strom seiner Nachbarn nicht ohne Weiteres zu gemeinsam vereinbarten Konditionen beziehen.
Die räumliche Nähe allein reicht dafür nicht aus. Es braucht ein Modell, das die beteiligten Erzeuger und Verbraucher miteinander verbindet.
03 - Strom innerhalb der Gemeinschaft teilen
Eine Energiegemeinschaft ermöglicht es, erzeugten Strom rechnerisch den teilnehmenden Verbrauchern zuzuordnen.
Grundlage dafür sind die gemessenen Erzeugungs- und Verbrauchsdaten. Strom, den ein Teilnehmer gerade nicht selbst benötigt, kann so innerhalb der Gemeinschaft anderen Teilnehmern zugutekommen.
Die Versorgung erfolgt weiterhin über das bestehende Stromnetz. Eine eigene Leitungsverbindung zwischen den Teilnehmern ist nicht erforderlich.
04 - Ein wirtschaftlicher Vorteil für beide Seiten
Erzeuger können ihren überschüssigen Strom innerhalb der Gemeinschaft zu einer vereinbarten Vergütung bereitstellen.
Verbraucher erhalten die Möglichkeit, Strom zu den Konditionen der Energiegemeinschaft zu beziehen. Abhängig vom jeweiligen Gemeinschaftsmodell können zusätzlich reduzierte Netzentgelte und weitere gesetzlich vorgesehene Begünstigungen zum Tragen kommen.
So profitieren beide Seiten von einer gemeinsamen Nutzung lokal erzeugter Energie.
Strom gemeinsam nutzen. Vorteile gemeinsam schaffen.
Energiegemeinschaften ermöglichen es, lokal erzeugten Strom innerhalb einer Gemeinschaft zu teilen und wirtschaftlich zu nutzen.
- Erzeugter Strom kann innerhalb der Gemeinschaft genutzt werden, statt ausschließlich ins öffentliche Netz eingespeist zu werden.
- Erzeuger und Verbraucher profitieren von vereinbarten Strompreisen und – je nach Gemeinschaftsmodell – reduzierten Netzentgelten.
Wie das Modell funktioniert
In einer Energiegemeinschaft schließen sich mehrere Teilnehmer zusammen, um Strom gemeinsam zu erzeugen und zu nutzen.
Überschüssiger Strom aus einer Photovoltaikanlage wird innerhalb der Gemeinschaft anderen Teilnehmern zugeordnet. Die Abrechnung erfolgt auf Grundlage der gemessenen Erzeugungs- und Verbrauchsdaten.
So kann lokal erzeugter Strom dort genutzt werden, wo er benötigt wird.
Unser Ansatz
Eine Energiegemeinschaft muss sowohl technisch als auch organisatorisch funktionieren. Unterschiedliche Verbrauchsprofile, Erzeugungsmengen und Teilnehmerstrukturen erfordern eine sorgfältige Planung.
Wir begleiten die Entwicklung und Umsetzung von Energiegemeinschaften und schaffen die Voraussetzungen für eine nachvollziehbare Organisation und Abrechnung.
Dabei steht eine Lösung im Mittelpunkt, die für Erzeuger und Verbraucher gleichermaßen verständlich und wirtschaftlich sinnvoll ist.
